Samstag, 18. Juli 2009

Die Vielfalt in der Pflanzenaquaristik…


… gerade für Nano-Aquarien oft ein Wunschtraum ???


Im Zeitalter der „modernen“ Aquaristik, geprägt von der „Naturaquaristik“, dem „Aquascaping“ und der „Nano-Aquaristik“ stellt sich immer häufiger die Frage, welche Pflanzen speziell für die Einrichtung eines entsprechenden Aquariums geeignet erscheinen und wo man sie letztendlich dann auch tatsächlich bekommt. Gerade Arten, die nur sehr schwachwüchsig sind, kann man exzellent für ein entsprechendes Layout verwenden… aber gerade diese Arten widersprechen oft der, in der gärtnerischen Praxis notwendigen, Schnellwüchsigkeit…. die aber im Nanoaquarium völlig fehl am Platze ist und für den Normalaquarianer mit einer entsprechenden Zusammenstellung langfristig kaum Freude bereitet.


Vordergrundbepflanzung

Blyxa japonica

Cryptocoryne parva

Echinodorus tenellus

Eleocharis parvulus/pusilla

Eriocaulon cinereum

Hemianthus callitrichoides ''Cuba''

Marsilea spec.

Pogostemon helferi

Ranunculus spec.

Rotala spec. “Goias”

Staurogyne spec.

Utricularia graminifolia


Mittelgrundbepflanzung

Bacopa australis

Diplidis diandra

Echinodorus Red Devil

Hedyotis salzmannii

Hemianthus micranthemoides

Heteranthera zosterifolia

Limnophila spec. Dwarf

Lobelia cardinalis

Ludwigia arcuata

Murdannia spec.

Rotala spec. ''Green''


Hintergrund- und Solitärpflanzen

Mayaca fluiviatilis

Rotala rotundifolia

Vallisneria nana



Wurzelbepflanzung

Anubias barteri var. nana Bonsai/Petite

Bolbitis heudelotii

Microsorium pteropus – kleinbleibende Formen


Sehr schnellwachsende Arten

Ceratophyllum spec

Egeria najas

Eleocharis vivipara


Moos und mehr …

Aegarophila linnaei Aegarophila linnaei

Bolbitis heudelotii (Prothallium)

Fontinalis spec

Lomariopsis spec. (Prothallium einer Lomariopsis-Art)

Monoselenium tenerum

Riccia fluitans ''Dwarf''

Vesicularia spec. und  Taxiphyllum spec.



Tab. 1.: Auswahl geeigneter Pflanzen für nicht zu warme oder ungeheizte Nano-Aquarien (18-24 Grad)… eine Aufstellung ohne den Anspruch auf Vollständigkeit, die durch eigene Erfahrungen z.T. über viele Jahre entstanden ist… auf etliche gut bekannte und auch häufig verwendete Arten wurde jedoch auch bewusst verzichtet. 

Zur Gestaltung eines auf Dauer ausgelegten Layouts eigenen sich alle diese Pflanzen vorzüglich, da sie in  ihrer Wuchshöhe- und Wuchsgeschwindigkeit zu den Abmessungen des Aquariums passen  und nicht zu häufigen Pflegeaufwand bedürfen.  Die schnellwachsenden Arten Ceratophyllum spec. , Egeria najas und Eleocharis vivipara sind hervorragend auch in kleineren Aquarien gerade in der Einlaufphase ein wirksames Mittel gegen Algen, die ein echtes Problem werden können. Man kann sie anfangs kräftig wachsen lassen, sollte aber langfristig die Menge beschränken.

Bei der näherer Betrachtung der Arten sieht man aber schnell, dass sich darunter viele Arten finden, die besondere Ansprüche stellen… die Beleuchtung und die Düngung dieser Pflanzen bedarf besonderer Aufmerksamkeit.

Der Bodengrund ist im Kleinstaquarium mehr von dekorativer Natur… zahlreiche verschiedene Sande (schwarzer Granatsand), aber auch nährstoffangereicherte Fertigbodengrunde sind möglich … erfüllt aber auch eine sehr wichtige Rolle als Möglichkeit gezielt Makroelemente in Kapselform einzubringen. Dies ist besonders für die dichte Vordergrundbepflanzung angebracht. Für bestimmte Pflanzenarten ist es aus langjähriger Erfahrung günstig, wenn das Substrat deutlich sauer reagiert… dies können auch reine mineralische Sande, wie z.B. Granitsande, sein, die es in verschiedenen Farben gibt.

Neben der anzuratenden  ausgewogenen weiteren Versorgung mit flüssigen Mikro- und flüssigen Makroelementen  hat sich besonders die Düngung mit dem effizienten flüssigen Kohlenstoffdüngern, die gleichzeitig eine hervorragende vorbeugende Wirkung gegen Algen haben, bewährt.


Sie ersetzen jedoch, gerade bei der Pflege von Moosen, nicht eine Düngung mit gasförmigen CO2, die mit Nano-Diffusoren oder einer sog, Paffrathschen Rinne problemlos auch in kleinsten Becken zu verwirklichen ist. Man sollte nur darauf achten, dass diese wirklich exakt eingestellt oder geregelt ist, um die eventuell in den größeren Nano-Becken vorhandenen Lebewesen nicht zu schädigen… andererseits muss nicht zwangsläufig jedes Aquarium auch ein Vivarium sein… gerade Becken ohne Tierbesatz können einen besonderen Reiz haben… 

Bei allen Becken, die mit Tieren besetzt werden sollen und auch die entsprechend nötige Mindestgröße haben, ist eine längere Einlaufphase (4-6 Wochen mit zwei - bis dreimaligen Komplett-Wasserwechsel) ohne Tiere angebracht…. einerseits bildet sich in dieser Zeit ein biologisches Gleichgewicht und der sich einstellende Wuchs von Kleinstlebewesen dient als notwendige Nahrungsgrundlage z.B. für Garnelen….. andererseits sollte man nie vergessen, daß Pflanzen aus gärtnerischer Praxis sich erst an die Bedingungen gerade in den Kleinaquarien stark anpassen müssen. Dabei werden in der Einlaufphase zahlreiche Pflanzeninhaltsstoffe, aber auch verschiedene Stoffe, die bei der Kultur der Pflanzen notwendig sind (Dünger,…), sicher nicht mehr vorhanden sein, die möglicherweise durch das doch recht kleine Wasservolumen problematisch wären, wenn sie nicht vollständig entfernt sind ….. gleiches gilt auch bei Neuzupflanzungen… diese Pflanzen sollten eigentlich auch immer in einem Becken ohne Tiere unter optimalen Bedingungen vorkultiviert werden oder zumindest ausreichend lange gewässert werden.

Um unliebsame Besucher aus dem Aquarium fernzuhalten, hat es sich auch bewährt alle Pflanzen (ohne Bleiband oder Steinwolle) vor dem Einpflanzen in einem geschlossenen Beutel mit möglichst kohlensäurehaltigen Mineralwasser zu legen. Allgemein und insbesondere bei empfindlichen Arten sollte man dies aber erst mit einigen wenigen Pflänzchen versuchen, um wirklich keine Verluste zu haben.


Neben den hier vorgestellten außergewöhnlichen Pflanzen für Nano-Aquarien, gibt es noch viele andere, die sicherlich bald ihren Weg in der Pflanzenaquaristik gehen werden…. die Vielfalt der Pflanzenarten ist langfristig der einzige Weg für eine dekorative Pflanzenaquaristik ….. auch wenn diese Arten manchmal nicht leicht zu finden sind und Ihre Ansprüche stellen…. 


Es sollte uns immer ein Anreiz sein, gerade nach dem Außergewöhnlichen zu suchen, um sein wirklich einzigartiges Heimbiotop zu gestalten…

 

Freitag, 12. Juni 2009

... was blüht denn da im Gartenteich???

Tropische Pflanzen einmal anders...


















Aponogeton distachyos Linne - Wasserähre




















Eichhornia crassipes
(Mart.) Solms- Wasserhyazinthe

Die ursprünglich aus Brasilien stammende Pflanze ist mittlerweile weltweit in tropischen Gegenden verbreitet und wird dort stellenweise, durch ihr rasantes Wachstum, zur Plage.



















Aeschynomene fluitans
Peter - Wassermimose

Sonntag, 7. Juni 2009

... nicht nur für Wasserpflanzenfreunde :))

Wer kennt noch die Zeiten, wo Erdbeeren hervorragend geschmeckt haben und der Duft schon von weitem im Garten neugierig gemacht hat...

In diesem Jahr bin ich froh folgende Sorten ernten zu können...

Cambridge Favourite (1947, (Fr. chiloensis x Blakemore) (or ETTER SEEDLING x AVANT TOUT))

Cambridge Late Pine (1947, Fr. chiloensis x Fairfax)

Gariguette (1972, (POCAHONTAS x REGINA) x (BELRUBI x MARIEVA))

Georg Soltwedel (1941, Rotkäppchen x Hansa)

Havelland (1971, Müncheberger Frühe x Georg Soltwedel)

Macherauchs Marieva (1962, (Macherauchs Frühernte x Sengana) x Georg Soltwedel(?)

Macherauchs Frühernte (1951, Amerikanischer Sämling II (Geneva) x Deutsch Evern)

Madame Moutot (1906, Dr. Morere x Royal Sovereign)

Mieze Schindler (1925(1933), Lucida perfecta x Johannes Müller)

Royal Sovereign (1892 (1898), LAXTON NOBLE x KING OF EARLIEST)

Sieger (1898, Kaiser Sämling x Laxton's Noble)

White Pine (Weiße Ananas)

und

Capron Royal

Capron framboise

... ja richtig gelesen, demnächst ernten zu können... hier in den höheren Teilen des Frankenwaldes sind Anfang Juni im Freiland höchstens die ersten Frühsorten reif... dafür dauert die Ernte der Spätsorten dafür bis fast in den August ;)

Leider bilden sich dadurch aber auch nur recht wenige und sehr späte Ausläufer, von denen ich aber gerne Liebhabern einzelne Jungpflanzen abgeben kann :))

Freitag, 15. August 2008

WasserpflanzenFreunde - unterwegs

... Mühlgraben Tapolca/Ungarn


Vallineria, Fontinalis, Ludwigia, Riccia fluitans,....


Mühlgraben Tapolca


...Heviz


Najas, Myriophyllum, Hygrophila,....


Heviz


Cabomba caroliniana,...


Cabomba Heviz


 


...manchmal ist es einfach schön, wenn man abseits der Touristenwege ein wenig träumen kann...


 

Montag, 14. Juli 2008

Limnobium laevigatum (Willdenow) Heine (1968)

Südamerikanischer Froschbiß



... das Bild des Tages

Donnerstag, 3. Juli 2008

Hedyotis salzmannii (DC.) Steudel - Ein Kleinod aus der Familie der Rubiaceae

Hedyotis salzmannii


Hedyotis salzmannii ist im südlichen Südamerika von Südchile und den Juan-Fernándes-Inseln, Patagonien (Nordostargentinien), Uruguay und Paraguay bis Südbrasilien verbreitet. Mittlerweile ist die Art, deren Gattungsname sich aus dem griechischen ableitet (hedys süß und oys, otos Ohr), auch in die südöstlichen USA eingeschlept.


Sie wächst hervorrgand emers und stellt hiebei keine besonderen Ansprüche. Sie hat sich beim mir in Kultur als sehr anpassungsfähig erwiesen. Vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst wächst sie klaglos ohne Probleme, auch wenn die Nachttemperatur kurzzeitig nahe an den Gefrierpunkt geht, ohne Störung weiter (im natürlichen Biotop wird sie auch in größeren Höhenlagen angetroffen).


Blüte von Hedyotis salzmannii Raupe auf Hedyotis salzmannii


Die Überwinterung der zarten Sprosse macht kaum Schwierigkeiten. Ich nehme hierzu im Herbst nochmals frische Stecklinge ab, die schnell in normalem Kultursubstrat bewurzeln und überwintere die Pflanze dann auf einem Fensterbrett mit Zusatzbeleuchtung. Die Pflanzen gehen dabei kaum in der Vegetation zurück. Im Unterschied zu Altpflanzen haben sich bei mir die frischen Stecklingspflanzen in dieser Zeit als deutlich vitaler erwiesen.


Die Pflanzen sind auch submers recht anpassungsfähig und eine Bereicherung im Sortiment der "nichtalltäglichen" Aquarienpflanzen


Ernsthaft interessierten WasserpflanzenFreunde kann ich einige wenige Stängel für eigene Versuche abgeben... erwarte dafür aber auch ein wirkliches Beschäftigen mit der Pflanze und ein Feedback...